Baubeschreibung

OBJEKTBESCHREIBUNG
In Niestetal entstehen insgesamt ca. 112 Wohneinheiten und 22 Wohneinheiten für betreutes Wohnen. Die Landschaft wird durch eine parkähnliche Anlage integriert. Dadurch entsteht eine Verbindung zu der nahe gelegenen Fulda. Eine aufgelockerte Bebauung aus sechs und zum Teil unterschiedlich großen Baukörpern ersetzt ein altes Ausbildungszentrum und einen temporären Schotterparkplatz. Vier der sechs Baukörper gruppieren sich um einen grünen Innenhof, der als Spielfläche für Kinder und Gartenbereich genutzt werden kann. Mit den Neubauten soll ein variables Angebot an familiengerechten, modernen Wohnungen in unterschiedlichen Wohnungsgrößen von Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen entstehen. Die zum Großteil barrierefreie Erschließung der Wohnungen und die weiterstgehend seniorengerechte Gestaltung der Grundrisse ermöglichen ein nachhaltiges Mehr-Generationen-Wohnen. Der Gebäuderiegel entlang der Hannoverschen Straße soll neben den Nutzflächen für betreutes Wohnen, auch ausreichend Flächen für gewerbliche Nutzungen bieten. Angedacht ist es den westlichen Gebäudeteil als Ärztezentrum zu nutzen. Im Erdgeschoss können sich verschiedene Dienstleister der Gesundheitsbereiche, wie z.B. Ärzte, Physiotherapie sowie eine Apotheke, ansiedeln.
ERSCHLIEßUNG DES OBJEKTES
Die einzelnen Gebäude können mit dem Auto über die Ludwig Raabe Straße erschlossen werden, welche eine Abzweigung der Hannoverschen Straße ist. Hier befindet sich dementsprechend die Zufahrt zu den Tiefgaragenstellplätzen, von da aus kommt man über das Treppenhaus oder einen Aufzug direkt in die Wohngeschosse. Jeder Wohnung steht ein Kellerraum zur Verfügung. Ein PKW-Stellplatz kann zusätzlich gemietet werden. Sowohl entlang der Ludwig-Raabe-Straße als auch entlang der Grünstraße stehen freie Parkplätze auf beiden Seiten zur Verfügung. Zur Verfügung stehen 49 Außenstellplätze sowie 129 Tiefgaragenstellplätze. Für die Erreichung der Gebäude als Fahrradfahrer oder Fußgänger wird für die Häuser A und B ebenfalls die Ludwig Rabe Straße verwendet. Die Häuser C und E sind über einen privaten und zu Grundstück gehörenden Fußweg (Quartier-Allee) von der Hannoverschen Straße zu erschließen. Über eben diesen kann auch das Gebäude D erschlossen werden oder aber über die südöstlich des Grundstücks gelegene Grünstraße.
ROHBAU

1. Allgemein

Die Bauausführung erfolgt gemäß den Nachweisen aus der geprüften statischen Berechnung.

2. Gründung

Stahlbetonfundamente und Stahlbetonsohlplatte auf 5 cm Unterbeton als Sauberkeitsschicht. Fundamenterder entsprechend den Richtlinien des Versorgungsträgers.

3. Außenwände

Kellergeschoss / Tiefgarage
Die Kellergeschosswände werden aus Stein gemauert oder aus Stahlbeton- Halbfertigteilelementen errichten, gem. den statischen Berechnungen. Die Außenwände im KG werden als schwarze Wanne erstellt. Kunststofffenster mit Isolierverglasung für Tageslicht sowie natürliche Belüftung.
Erdgeschoss, Obergeschosse und Dachgeschoss
Geputzte Außenwandflächen / bekleidete Flächen: Wärmedämmung aus Hartschaumplatten (Dicke erfolgt nach Anforderungen der EnEV), Armierungsmörtel, Armierungsgewebe und Silikatputz oder Klinker-Riemchen gemäß Ansichtszeichnungen. Kalksandstein nach statischen Anforderungen 11,5 bis 24 cm. Der vorgesehene Außenwandaufbau erfüllt alle Anforderungen der Energieeinsparverordnung sowie das KfW-Effizienzhaus-Standard 55 (Gemäß aktueller EnEV).

4. Innenwände

Kellergeschoss
Kalksandsteinmauerwerk 11,5 bis 24,0 cm tragend, oder 11,5 cm nichtragend (gem. statischen Berechnungen), erstellt. Die Abstellraumwände werden, als Leichtbauwände erstellt.
Wohnungs- & Zimmertrennwand
Kalksandsteinmauerwerk 11,5 bis 24,0 cm tragend, oder 11,5 cm nichtragend (gem. statischen Berechnungen), verputzt und weiß gestrichen (Qualitätsstufe Q3). Die kompletten Innenwände werden gemäß der Schallschutznorm erstellt.

5. Geschossdecke

Geschossdecken KG – DG sowie Dachdecke in Stahlbeton kombiniert aus Halbfertigteil und Ortbeton in eine Dicke von 20 bis 25 cm gem. statischen Berechnungen und Schallschutzanforderungen.

6. Balkone & Dachterrasse

1.OG – 2.OG vorgestellte Balkone aus Metallkonstruktion, mit thermischer Trennung zu den Geschossdecken. Die Staffelgeschosswohnungen (3.OG) erhalten jeweils eine Dachterrasse. Die Balkone werden als Fertigteilelemente geliefert und montiert.
Brüstungen
Alle Brüstungen sind aus Metall, pulverbeschichtet in Grau nach RAL-Farbstandard, mit einem Mettall-Handlauf und Glasfüllung.
Balkon- und Terrassenbelag
Plattenbelag aus Feinsteinzeug.

7. Treppen & Aufzugsanlage

Treppenhaus
Im Treppenhaus werden die Treppenläufe und Podeste aus Betonfertigteilen, schalltechnisch von den Treppenhauswänden und Hauptpodesten entkoppelt mit einem Fliesenbelag vom KG bis zum Staffelgeschoss sowie Aufzugskabine, ausgeführt. Die Treppengeländer werden als Metallkonstruktion erstellt.
Aufzug
Jedes Gebäude erhält einen Seilaufzug vom Keller- bis in die obersten Wohngeschosse. Im gemauerten (Kalksandstein) bzw. aus Stahlbeton erstellter Aufzugsschacht. Die Aufzugskabine ist beleuchtet, Wandfelder als Kunststoffbeschichtetes Stahlblech, Rückwand mit Spiegel. Bedienungsfeld, Handlauf, aus Edelstahl, Kabinenboden gefliest. Antrieb und Aufzugssteuerung befindet sich im Schacht.

8. Dachkonstruktion & -eindeckung

Die Dachkonstruktion erfolgt mittels einer Stahlbetondecke von ca. 20 cm und einer Wärmedämmung gem. Energieeinsparverordnung sowie der Vorgaben für die Erreichung des KfW-Standards 55. Flachdachabdichtung wird mittels einer Bitumendachausbildung sichergestellt. Zusätzlich sind die Dächer extensiv begrünt. Zusätzlichen können sich auf den Dächern die Solarkollektoren für die Photovoltaik-Anlage befinden.
ENTWÄSSERUNG & HAUSANSCHLÜSSE

1. Entwässerung

Die Hausentwässerung für Schmutz- und Regenwasser erfolgt in das öffentliche Entwässerungsnetz. Revisionsschächte und Entwässerungsleitungen werden gem. den Vorgaben des Tiefbauamtes erstellt.
Balkone und Dachterrassen
Balkone werden über versteckte Entwässerungsrinnen und verzinkte Fallrohre entwässert. Dachterrassen werden über gefällebildende Flächen unterhalb der Terrassenbeläge entwässert.
Flachdächer
Attika- bzw. Flachdacheinlauf, Entwässerung über Fallrohre, Notüberläufe.
Schmutzwasser
Die Hausabflussleitungen werden über Kunststoffleitungen und Revisionsschächte an die öffentliche Kanalisation angeschlossen. Die Deckendurchführungen werden mit Brandschutzmanschetten gesichert.

2. Hausanschluss

Alle Wohnungen erhalten außer den erforderlichen Ver- und Entsorgungsmedien, zusätzlich einen Kabelanschluss sowie eine wohnungsinterne Netzwerkverteilung des Kabel- und Telefonnetzes.
AUSBAU

1. Fenster, Fensterelement & Fenstertüren

Wohnungen
Alle Fenster- und Fenstertürelemente werden aus Kunststoffrahmen aus Faserverbundwerkstoff mit RAL-Gütezeichen, 3·fach EPDM Lippendichtung, Einhandbeschläge, innen weiß, außen grau, mit 3-fach·Wärmeschutzverglasung entsprechend dem Stand der Technik eingebaut. Die Fenster sind aus ein oder zwei Elementen, vertikal und horizontal getrennt, unten feststehend mit durchsichtiger Verglasung, oben mit Dreh- Kippbeschlag. Fenstertüren zu den Balkonen und Dachterrassen.
Treppenhaus
Kunststofffenster mit RAL-Gütezeichen, 3·fach EPDM Lippendichtung, Einhandbeschläge, mit 3·fach Wärmeschutzverglasung.
Rollläden
Fensterelemente zw. EG – 3.OG erhalten motorisch betriebene Rollläden.

2. Türen

Hauseingangstüren
Hauseingangstürelement als Pfosten-Riegel-Glaskonstruktion, Aluminium, außen farbig innen weiß, mit Seitenteil. 3-Kammer-System, je eine Innen- und außenliegende Dichtung, lso-Verbundsicherheitsglas, Türschloss mit Profilzylinder (Schließanlage), Türschließer, elektrischer Türöffner, Sprechanlage und Briefkastenanlage.
Wohnungseingangstüren
Schallhemmende Doppelfalztüren, Oberfläche in Schichtstoff, weiß, Profilzylinder und Sicherheitsgarnitur einschl. Spion. Die Stahlumfassungszargen erhalten elastische Dämpfungsprofile. Türschloss mit Sicherheitsbeschlag und Profilzylinder (Schließanlage).
Zimmertüren
Gefalztes Holztürblätter, Oberfläche lackiert, weiß, in Holzumfassungszargen, weiß, mit elastischen Dämpfungsprofilen und LM-Drückergarnitur.
Kellerraumtüren
Keller- und Gemeinschaftsraumtüren in Mauerwerkswänden, gefalzte Türblätter mit Hartplattendeck in Stahlumfassungszargen mit elastischen Dämpfungsprofilen. Türschloss mit Profilzylinder und Drückergarnitur. Wohnungskellertüren in Leichtbauwänden eingefasst. Die Kellertüren erhalten in Buntbartschlösser. Türen zwischen Treppenhaus und Kellerflur, Tiefgaragenschleusen und Nahwärmeraum Stahltüren, feuerhemmend T30 RS, mit Eck- bzw. Stahlumfassungszargen und Dämpfungsprofilen, Drückergarnitur aus Kunststoff.

3. Putz & Malerarbeiten

Alle Wände in den Wohnungen erhalten eine Q 3 Spachtelung und einen weißen Anstrich. Die systembedingten Fugen der Filigrandecken werden mit einem Feinspachtel ausgeglichen. Die Dachgeschossdecke wird fachgerecht gedämmt, verkleidet und in der Qualitätsstufe Q3. Diese erhalten einen ebenfalls einen weißen Anstrich. Die Treppenhäuser werden verputzt, gespachtelt in Qualitätsstufe Q2 und mit Dispersionsfarbe weiß gestrichen.

4. Estricharbeiten

Alle Wohnungen erhalten eine Fußbodenheizung (Wohn- und Nebenräume) und einen schwimmenden Zementestrich entsprechend den Normen für Schall- und Wärmeschutz.

5. Bodenbeläge

Wohnräume
Alle Räume – mit Ausnahme der Bäder, WCs, Hauswirtschafts- bzw. Abstellräume – erhalten einen Bodenbelag aus Laminat oder hochwertigen PVC-Bodenbelag in moderner Optik.
Bäder & WC
Bäder und Gäste-WC erhalten Bodenfliesen in Feinsteinzeug 30 * 60 cm in farblicher Abstimmung mit den Wandfliesen. Hauswirtschafts- bzw. Abstellräume erhalten ebenfalls den gleichen Fliesenbelag. (Gemäß Fliesenspiegel)
Treppenhaus
Fliesenbelag wird vom KG bis zum DG sowie Aufzugskabine, ausgeführt.
Kellerräume
Stahlbetonsohle mit Zementestrich auf Trennlage.
Balkone & Dachterrassen
Die Balkone und Dachterrassen werden mit dem Plattenbelag aus Feinsteinzeug auf dem notwendigen Unterbau hergestellt.

6. Wandfliesen

Bäder & WC
In den Bädern werden keramische Wandfliesen 30 * 60 cm ca. 1,20 m im Bereich der Waschbecken und WC´s und im Duschbereich werden diese Fliesen auf eine Höhe von ca. 2,10 m hoch gefliest. (Gemäß Fliesenspiegel)

7. Schließanlage

Gleichschließende Zylinderschlösser für Wohnungen und Hauseingangstüren und Tiefgaragenzugang. Die Hausanschluss-räume erhalten ein separates Zylinderschloss. Die Wohnungskeller erhalten jeweils einen Buntbartschlüssel. Die Tiefgaragenzufahrt wird mit einem Magnetkartensystem ausgestattet.
TECHNISCHE GEBÄUDEAUSRÜSTUNG

1. Lüftung Installationen

Jede Wohnung verfügt über ein dezentrales Be-/Entlüftungs-System mit Wärme-Rück-Gewinnung in den Wohnbereichen. In dem Bade/Gäste-WC und HWR-Bereichen wird eine separate Entlüftung erstellt.

2. Heizung Installationen

Die einzelnen Wohneinheiten werden durch Fußbodenheizung mit Wärme versorgt. Zusätzliche Einzelraumthermostate zur individuellen Bedienung der einzelnen Räume. Zusätzlicher Wand-Handtuchtrockner in den Bädern, Lage gemäß Grundrissplanung. Die abgenommene Wärmemenge für die Fußbodenheizung wird über elektronische Wärmemengenzähler erfasst. Die Kaltwasserabnahme wird über Kaltwasserzähler gemessen. Berücksichtigung aller schallschutztechnischen Vorgaben beim Einbau von Rohren, Schächten und sonstigen Installationen erfolgt.

3. Sanitärobjekte

Die genauen Varianten z.B. bei den Duschen können anhand der jeweiligen Wohnungsgrundrisse und die darin enthaltenen Größen festgestellt werden. Diese werden Detailliert in dem Raumbuch erfasst. Alle Badelemente werden von der Firma VIGOUR und in der Ausfertigung DERBY oder gleichwertig eingebaut

4. Elektroinstallationen

Kellerräume
Kellerräume: Beleuchtung, Lichtschalter und Steckdose. Flurbereiche Beleuchtung mit Wechselschalter. Boden: Estrich auf Trennlage mit einem Estrichanstrich.
Wohnungen
Die Anzahl der Elektroinstallationen werden nach den DIN 18015 sowie RAL RG 678 festgelegt

5. Wärmeschutz & Energetisches Konzept

Der Wärmeschutz sowie das energetische Konzept erfolgt nach Energieeinsparverordnung (EnEV). Die rechnerischen Anforderungen an ein Energieeffizienzhaus KfW 55 werden erfüllt. Hierzu erfolgt mittels einer Photovoltaikanlage mit 65 kWp eine zusätzliche Stromeinspeisung in das Stromnetz des Wohnbebauungsobjektes. Die Wohnanlage erhält zusätzlich eine Gas-Brennwertanlage mit Wasserspeicher.
AUßENANLAGEN
Hauszugangswege mit Pflasterung. Freiflächen mit Rasen und Pflanzungen. Die Zufahrt bis zur Tiefgaragenrampe wird gepflastert.

1. Müllentsorgung

Nach Abstimmung mit der zuständigen Müllbeseitigungsgesellschaft sind Müllcontainer-Standplätze und Müllboxen vorgesehen.

2. Parkplatzanlage

Beheizte Rampenanlage, getrennt nach Ein- und Ausfahrt. Der Pflaster der Tiefgarage erhält eine farbige Stellplatzmarkierung. Der Brandschutz erfolgt gemäß feuerschutzrechtlicher und behördlicher Vorgaben. Die Beleuchtung wird durch Langfeldleuchten sichergestellt, diese werden durch Bewegungsmelder mit Zeitschalter bedient. Zudem ist eine Notbeleuchtung vorhanden. Die Garagenanlage wird natürlich belüftet.
ALLGEMEINE HINWEISE ZUR BAUBESCHREIBUNG
Die angegebenen Wohn- und Nutzflächen wurden nach der Wohnflächenverordnung ermittelt, diese können währen der Bauphase geringfügig verändern. Wohnungen des gleichen Typs können ggf. Änderungen während der Bauphase aufweisen. Die genauen Maße können lediglich in den einzelnen Wohnungen entnommen werden. Die Wandstärken und die Größe und Anordnung der Leitungen können durch konstruktive Maßnahmen variieren und können abweichend zu den hier dargestellten Zeichnungen erfolgen. Eine genau Planung dieser kann in den Plänen nicht dargestellt werden. Alle in dem Grundriss dargestellten Einrichtungsgegenstände stellen lediglich einen Vorschlag dar und sind somit nicht in den Mietpreis bzw. Kaufpreis enthalten. Änderungswünsche, Sonderwünsche und Eigenleistungen sind nur nach vorheriger schriftlicher Bestätigung durch den Bauträger möglich. Es wird darauf hingewiesen, dass unterhalb der Decken und an den Wänden von Kellerräumen sowie in der Tiefgarage gegebenenfalls Ver- und Entsorgungsrohre bzw. Leitungen verlegt werden. Maßgeblich für die Bauausführung ist die notarielle Baubeschreibung, die dem Kaufvertrag zu Grunde liegt. Änderungen in der Bauausführung sind zulässig. Sie dürfen jedoch den technischen Gebrauchswert nicht wesentlich mindern. Zulässig sind auch Änderungen aufgrund behördlicher oder gesetzlicher Forderungen. Insbesondere besteht die Möglichkeit, dass sich die Planung der Außenanlagen noch ändert. Durch die Verwendung von Kalksandsteinplanelementen und einlagig aufgetragenem Gipsputz können sich feine Haarrisse vorwiegend in den Steinfugen ausbilden, die selbst bei sorgfältigster Verarbeitung nicht immer zu vermelden sind.